倍可親

中國體系缺乏成功的成分:

作者:謝盛友  於 2020-9-4 03:45 發表於 最熱鬧的華人社交網路--貝殼村

通用分類:熱點雜談

中國體系缺乏成功的成分:

德國《焦點》雜誌發表瑞士記者、專欄作者弗朗克·邁爾(Frank André Meyer)的客座評論,題為「西方不會失敗,因為中國有一點趕不上」。

Gastbeitrag von Frank A. MeyerDer Westen scheitert nicht, denn China kann in einem Punkt nicht aufholen

https://www.focus.de/politik/experten/gastbeitrag-von-frank-a-meyer-der-westen-scheitert-nicht-denn-china-kann-in-einem-punkt-nicht-aufholen_id_12387376.html

瑞士記者弗朗克·邁爾(Frank André Meyer)在客座評論中寫道:"西方會敗給中國模式--一個共產主義和資本主義的混合物,粗略來講也叫後現代法西斯主義?如果這樣,那麼西方就是敗給了自己。人類歷史上第一個數字化獨裁建立在西方兩項成果基礎上:馬克思主義,即黑格爾辯證法中救贖史的一種延伸,以及為這種頹廢的共產主義思想服務的資本主義。

"這真是歷史的諷刺!真的存在自由在同不自由的競爭中敗下陣來的危險嗎?大約60年前,當蘇聯1957年發射第一顆人造地球衛星斯普特尼克1號,1961年甚至第一個將人類送入太空時,美國和歐洲也有類似的擔心。共產主義世界強國超越了自由的世界強國美國!人們的震驚是巨大的。約翰·肯尼迪警告說,'一旦蘇聯控制了太空,也就控制了地球。'1989年,莫斯科作為獨裁中的獨裁,在各個方面破產。可以將此和中國比較嗎?完全可以。應該從歷史中學習。和曾經的沙皇帝國一樣,中國在很短時間裡走了很長的路:從每個村莊高爐鍊鋼的毛時代發展成為擁有最現代化的工業大都會的西方工廠。"

評論認為,中國的成功建立在5個K的基礎上:共產主義( Kommunismus),資本主義 ( Kapitalismus) ,竊取(Klauen)、複製(Kopieren)和購買的(Kaufen)。"但是,中國的體系缺乏成功的最原始成分:公民的自由。沒錯,是有成千上萬人在西方最好的大學學習;沒錯,這些最優秀的人才對中國的大學和企業產生很大影響;沒錯,電訊設備企業華為在數字化領域世界一流,但是,即便是華為,也需要西方的科學技術。"

作者總結道:"如果誰殘酷壓迫自己的人民,比如維族,如果誰害怕香港渴望自由的青年,如果誰在城市和鄉村裝上6億多監控攝像,以便完全地控制公民,如果誰用智能手機記錄公民的一舉一動,對其日常行為進行評估、獎勵或者懲罰,那麼他決不會達到自由公民社會的創造性。僅僅解放資本主義是不夠的,何況中國的資本主義還是虛擬的。習近平打個響指,華為就得俯首貼耳。"

Scheitert der Westen? Seit Jahren wird diese Frage mit bangem Unterton gestellt, bisweilen auch frohlockend, weil die Antwort schließlich nur 'Ja' lauten könne.

Auch eine naseweise Vollzugsmeldung ist gelegentlich zu lesen: "Der Westen ist nicht in Gefahr zu scheitern – er ist bereits gescheitert." Der chinesische Regimekritiker und Künstler Ai Weiwei verglich in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag" das chinesische Brettspiel Go mit dem westlichen Brettspiel Schach und kam zum Schluss: "Der Westen kann das Spiel nicht gewinnen."

Aber was hieße das, wenn der Westen scheitert? Es hieße: Die Freiheit scheitert. Gibt es Freiheit außerhalb des Westens? Nein! Denn wo immer politische Freiheit in Form von Demokratie und Rechtsstaat herrscht, stützt sich die Gesellschaftsordnung auf Werte des Westens. Ob in Asien oder in Afrika: Ist das Ergebnis demokratisch, war die Blaupause westlich.

Der 250. Geburtstag von Georg Wilhelm Friedrich Hegel gibt in diesen Tagen Anlass, seiner Freiheitsdialektik zu gedenken. Der große schwäbische Philosoph hat den dialektischen Dreisprung in die Welt gesetzt: These–Antithese–Synthese, die Zauberformel westlichen Denkens. Sie bestimmt die Kreativität der Freiheit, indem sie Denkprozesse nie abschließt, sondern grundsätzlich offenhält, sie beständig erweitert und ausweitet – wird doch jede Synthese erneut zur These, der eine Antithese folgt, die zur nächsten Synthese führt.

Karl Popper, Freiheitsphilosoph des 20. Jahrhunderts, destillierte daraus die politische Formel von Versuch und Irrtum. Ja, so funktioniert geistige Freiheit: Weiterdenken, Gegendenken, Umdenken, Neudenken. Den Rahmen dafür liefert die Demokratie: die Werkstatt des politischen Handwerks – geschützt durch den Rechtsstaat. In diesem System weht die Freiheit, wo sie will. Sie ist die Freiheit des Einzelnen: die Freiheit des Menschen – und damit unteilbar.

Sie kann nicht ohne negative Folgen für den Fortschritt der Gesellschaft beschränkt werden auf einzelne Bereiche, zum Beispiel auf die Wirtschaft.

Chinas Digital-Diktatur gründet sich auf Hervorbringungen des Westens

Genau dies jedoch versucht China mit seinem Konstrukt aus kommunistischer Parteiherrschaft und freier Wirtschaft, wobei das letzte Wort auch ökonomisch immer von der Partei gesprochen wird. Scheitert der Westen am chinesischen Modell, dessen Mélange aus Kommunismus und Kapitalismus man – grob betrachtet – auch als postmodernen Faschismus bezeichnen könnte?

Wäre dem so, er würde an sich selber scheitern, gründet doch die erste Digital-Diktatur der Menschheitsgeschichte auf zwei Hervorbringungen des Westens: dem Marxismus, also einer heilsgeschichtlichen Überdehnung der hegelschen Dialektik, und dem Kapitalismus im Dienste dieser kommunistischen Denk-Dekadenz.

Ein Treppenwitz der Geschichte! Besteht denn ernsthaft Gefahr, dass die Freiheit in Konkurrenz mit der Unfreiheit unterliegen könnte? Eine sehr ähnlich gelagerte Angst erfasste Amerika und Europa schon vor rund sechzig Jahren: 1957, als die Sowjetunion mit Sputnik 1 den ersten künstlichen Satelliten in eine Erdumlaufbahn schoss und 1961 sogar den ersten Menschen ins All beförderte.

Die kommunistische Weltmacht – der freiheitlichen Weltmacht USA überlegen! Der Schock war gewaltig. John F. Kennedy warnte: "Falls die Sowjets das Weltall kontrollieren, können sie die Erde kontrollieren."

1989 deponierte die Moskauer Diktatur der Diktaturen die Bilanz: Bankrott in jeder Beziehung. Ist dieser Vergleich mit China erlaubt? Ganz und gar. Lernen aus der Geschichte ist geboten. Ähnlich wie das einstige Zarenreich legte das Reich der Mitte einen gewaltigen Weg in beeindruckend kurzer Zeit zurück: vom Mao-Staat mit Hochöfen in jedem Dorf zur Werkstatt des Westens mit modernsten Industriemetropolen.

China sprang von null auf 1,20. Das ist imposant. Der Westen springt von 2,40 auf 2,45 Meter. Das ist weniger imposant. Das wissen die Gewaltherrscher in Peking. Darum gründen sie ihr Erfolgsrezept auf fünf K: Kommunismus, Kapitalismus, Klauen, Kopieren, Kaufen. Und der Westen dient ihnen mit seiner Freihandelsnaivität zu.

China wird nie Kreativität einer Gesellschaft von freien Bürgern erreichen

Allerdings fehlt dem chinesischen System die Ursubstanz des Erfolges: die Freiheit des Bürgers. Wohl wahr, dass Tausende seiner Köpfe sich an den besten westlichen Universitäten ausbilden lassen. Wohl wahr, dass diese besten Köpfe an den Universitäten und in den Unternehmen Chinas fleißig wirken. Wohl wahr, dass der Telekomausrüster Huawei digitale Weltklasse ist. Wohl wahr ist aber ebenso, dass auch Huawei der westlichen Wissenswelt bedurfte – und bedarf.

Wer eigene Völker wie die Uiguren brutal unterdrückt, wer die freiheitsdurstige Jugend von Hongkong fürchtet, wer seine Städte und Dörfer mit mehr als 600 Millionen Überwachungskameras bestückt, um die Bürger total zu kontrollieren, wer Verhalten und Bewegungen seiner Bürger per Smartphone registriert, um ihr Alltagsverhalten zu bewerten, zu belohnen oder zu bestrafen – der wird nie die Kreativität einer Gesellschaft freier Bürgerinnen und Bürger erreichen.

Allein den Kapitalismus zu befreien, genügt nicht, zumal auch die Freiheit des Kapitalismus in China fiktiv ist. Ein Fingerschnippen von Xi Jinping – und Huawei kuscht. Georg Wilhelm Friedrich Hegel formulierte die Weisheit des Westens so: "Die Weltgeschichte ist der Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit." Go West!


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